Auf Durchzug eingestellt / Hundekörbe

Oft wird behauptet, Hunde hören nur wenn sie wollen und manchmal hätten wir unsere Ohren auf Durchzug gestellt und täten so, als ob Herrchen oder Frauchen gar keinen Befehl erteilt hätte.

Ich sehe das nicht ganz so eng. Einerseits ist es wohl eine Auswirkung meiner schweren Hängeohren, die schon bei der Ankörung zum Zuchtrüden bemängelt wurden.
Die klatschen beim Hüpfen mit voller Energie auf meine Ohrmuscheln. Dieser Luftzug kann schon bewirken, das ein just in diesem Moment abgefeuerter Befehl untergeht, also vom Winde verweht wird.
Da kann ich ja dann wirklichts dafür oder dagegen unternehmen. Und einem Lebewesen die Freude zu unterbinden, ist ganz und gar unmenschlich.

Manchmal sind die Menschen auch viel zu gestresst, wollen unbedingt nullkommaplötzlich einen  Dienst erwiesen haben: Sitz, Platz, Fuss, Weg da undsoweiter !
Siga siga, sagen die Griechen, immer mit der Ruhe. Wenn ich erschrecke, in meiner Ruhe unterbrochen werde, dann fängts mich stets an zu jucken und ich muss mich erst einmal schütteln. Tüchtig schütteln, dass es mich in die Luft wirbelt. Siga, siga lieber Mensch.
Von mir kannst Ruhe lernen. Es muss nicht immer alles grad jetzt sein und überhaupt, warum soll ich mich jetzt setzen, grad jetzt. Da vorne kommt doch die schöne Dackeldame, der möchte ich doch guten Tag sagen.

Spätestens jetzt wiederholen die Menschen den Spruch, Hunde hätten manchmal die Ohren auf Durchzug gestellt.

Wie steht es denn mit den Menschen. Ohne Hängeohren sind sie allem Lärm viel zu extrem ausgesetzt. Ob das gut tut?

Die Augen kann man schliessen, doch wie schaltet Mensch die Ohren ab ohne Hängeohren?

In meinen vielen Hundejahren habe ich den Mensch in und auswendig kennengelernt. Sie haben in punkto Ohren diverse Gangschaltungen.
– Anders als Hunde hat Mensch wenn er schläft seine Ohre fast gänzlich ausgeschaltet. Also die Menschen, mit denen ich es zu tun habe sind durchs Band weg so.
– Wenn Menschen Besuch haben von anderen Menschen und miteinander reden oder wenn die Menschen fern schauen, dann sind ihre Ohren voll auf Empfang geschaltet. Dann dulden sie keine Nebengräusche, das würde das konzentrierte Hören mächtig stören. In dieser Situation hält Hund am besten ein kleines Nickerchen.

– Neigt der Mensch manchmal zum Tagträumen, dann sind die Ohren auf Sparflamme und haben einen Filter. Lärm mögen sie dann gar nicht. Allenfalls etwas Musik oder Vogelgezwitscher haben Chancen wahrgenommen zu werden. Passiert dies auf dem Spaziergang, dann kann man getrost an allem Schnuffeln, was Hundenase fein findet.

– Sitzt Mensch vor dem Computer dann schalten die Ohren auf das virtuelle Gehör. Die Umwelt wird abgeschaltet und Mensch ist fixiert auf Tastatur und Bildschirm. In dieser Gangart ist Mensch lange, sehr lange Zeit nicht zu sprechen. Selbst ein ungestümes Bellen meinerseits bewirkt nur ein zahmes „sei still! „.

Ihr seht auch ein Hund macht sich so seine Gedanken über die Menschen.

 

Hundekörbe

So sieht das aus, wenn ich kein Bett mehr kriege.
Pele schleckt sich genüsslich in meinem Korb sauber.
Und Kater Bostitch schnarcht auf Peles Kissen.

Katz_im_korb

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